Höhere Berufsbildung

Nach der Sekundärstufe II, der beruflichen Grundbildung (Lehre) bzw. allgemeinbildenden Schulen (Matura, Fachmaturität, Fachmittelschulausweis) besteht in der Schweiz die Möglichkeit, den Bildungsweg weiter zu führen. Dabei kann man sich zwischen zwei grundlegenden Wegen entscheiden: Tertiär A (Universitäten, Fachhochschulen und Pädagogische Hochschulen) und Tertiär B (Höheren Berufsbildung).

Die Höhere Berufsbildung umfasst folgende Angebote und Abschlüsse:

  • Berufsprüfungen (Eidg. Fachausweis)
  • Höhere Fachprüfungen (Eidgenössisches Diplom)
  • Höhere Fachschulen (Diplom HF)


​​​​​​​Die Höhere Berufsbildung ermöglicht Berufsleuten mit einem eidgenössischen Fähigkeitszeugnis (EFZ) oder einem gleichwertigen Abschluss auf Sekundarstufe II eine Spezialisierung oder eine Vertiefung des Fachwissens. Mit der Vermittlung von Qualifikationen, die zum Ausüben einer anspruchs- und verantwortungsvollen Berufstätigkeit erforderlich sind, übernehmen Absolventinnen und Absolventen einer Höheren Berufsbildung in der Regel auch Fach- und Führungsverantwortung. Jährlich erwerben schweizweit rund 26‘700 Personen einen Abschluss der Höheren Berufsbildung.

Beste Karriereaussichten

Die Höhere Berufsbildung baut auf der beruflichen Erfahrung auf.

Sie kombiniert Unterricht und Berufspraxis und stellt so das duale System der Berufsbildung auch auf der Tertiärstufe sicher. Die Ausbildung ist kompetenz- und arbeitsmarktorientiert. Mit anwendungsbezogenem Lernen wird die rasche Umsetzung neuer Fachkenntnisse und ein hoher Innovationsrhythmus ermöglicht – grundlegende Voraussetzungen für eine erfolgreiche Wirtschaft. Damit versorgt die Höhere Berufsbildung die hochspezialisierte Schweizer Wirtschaft mit qualifizierten Fachkräften.

Was bei der Höhere Berufsbildung an Wissen und Kompetenzen vermittelt wird, soll im Berufsalltag rasch anwendbar sein. Die Organisationen der Arbeitswelt (Berufs- und Branchenverbände) sorgen dafür, dass dieser Anspruch eingelöst wird, denn sie bestimmen die Lerninhalte. Diese Praxisnähe erklärt die hohe Akzeptanz der Höheren Berufsbildung bei der Wirtschaft. Ein entsprechender Abschluss eröffnet somit beste Karriereaussichten.

Höhere Fachprüfungen (HFP)

Höhere Fachprüfungen werden mit dem eidgenössischen Diplom abgeschlossen. Sie befähigen dazu, Führungsaufgaben zu übernehmen oder einen Betrieb zu leiten. Die Vorbereitungskurse erfolgen berufsbegleitend. Zulassungsvoraussetzung ist ein eidgenössisches Fähigkeitszeugnis (EFZ) mit Berufserfahrung und in der Regel eine bestandene Berufsprüfung.

Höhere Fachschulen (HF)

Höhere Fachschulen werden mit einem eidgenössisch anerkannten Diplom abgeschlossen. Sie befähigen die Absolventinnen und Absolventen zu einer übergeordneten Tätigkeit mit Kaderfunktion. Die Ausbildung dauert mindestens zwei Jahre vollzeitlich oder drei Jahre berufsbegleitend. Voraussetzung ist ein eidgenössisches Fähigkeitszeugnis (EFZ), eine Fachmittelschule (FMS) oder eine Maturität.

Berufsprüfung (BP)

Die Berufsprüfung ist eine erste Spezialisierung nach einem eidgenössischen Fähigkeitszeugnis (EFZ). Dabei geht es um eine fachliche Vertiefung in einem spezifischen Bereich. Wer die Berufsprüfung besteht, erhält den eidgenössischen Fachausweis, wodurch man eine mittlere Kaderfunktion ausüben und deutlich anspruchsvollere Aufgaben wahrnehmen kann. Die Trägerinnen und Träger eines eidgenössischen Fachausweises sind auch zunehmend für die Ausbildung der Lernenden befähigt, wodurch sich für sie ein weiteres Tätigkeitsfeld erschliesst.